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Best Practice-Tipps für die Digitalisierung der Produktion: Tipps für eine erfolgreiche Planung und Realisierung

FELTEN Group mit Tipps für eine erfolgreiche Planung und Realisierung.

Best Practice-Tipps für die Digitalisierung der Produktion

Mit der Digitalisierung ihrer Fertigung betreten viele Produktionsunternehmen Neuland, was nach den Beobachtungen der Consultants der FELTEN Group die Gefahr von falschen Vorgehensweisen in sich birgt. Hans-Jürgen Kopp, Senior Consultant bei dem Softwarehaus, nennt einige wichtige Erfolgsfaktoren, die Digitalisierungsstrategien sicher zum Ziel führen:

1.Nicht ohne genaue Analyse der Ausgangssituation beginnen

Eine Digitalisierung muss immer an den bestehenden Bedingungen in der Produktion anknüpfen. Dies macht eine genaue Betrachtung des Status Quo erforderlich, bei der allerdings nicht nur die technische Infrastruktur im Hinblick auf die Digitalisierungsmöglichkeiten bewertet wird. Vielmehr bedarf es auch einer Identifikation der möglichen Optimierungspotenziale in einzelnen oder mehreren Fertigungsprozessen.

2. Den Digitalisierungsnutzen präzise bewerten

Im Anschluss an die initiale Statusermittlung muss die Frage beantwortet werden, welche Vorteile durch eine Digitalisierung der Produktionsprozesse erzielt werden können. Hierfür ist eine seriöse Analyse anhand von produktionsspezifischen Kennzahlen und weiteren branchenspezifischen Benchmark-Daten notwendig, die beispielsweise Kostenersparniseffekte in konkreten Euro-Werten darstellt. Damit erhält das Unternehmen eine belastbare Orientierungshilfe für seine weiteren und zielgenauen Investitionsplanungen.

3. In Schritten planen

Nicht zu viel auf einmal vornehmen und vor allem keine Experimente wagen, sondern stattdessen im Rahmen einer systematischen Roadmap Step by Step vorgehen. Und zwar anhand einer vor dem ersten Projektstart erstellten Priorisierungsmatrix der Maßnahmen. Wesentliche Bewertungskriterien für die Abfolge der zu realisierenden Projekte sind ganzheitliche Verbesserungspotenziale, der wirtschaftliche Mehrwert und wie schnell unter Berücksichtigung des Investitionsbedarfs ein ROI erreicht werden kann. Es sollten also zunächst die Maßnahmen gestartet werden, die die größten Optimierungseffekte generieren, weil sich dann die Digitalisierungsinvestitionen durch die Kostenersparnisse schnell selbst finanzieren.

4. Ein MES als Datendrehscheibe einsetzen:

Zu den Basiselementen einer Digitalisierungsstrategie gehört in jedem Fall ein MES-System. Es stellt als Datendrehscheibe eine entscheidende Brücke zur Industrie 4.0-Welt dar. Denn die Digitalisierung verlangt, dass dezentrale Echtzeitdaten zu den Maschinenauslastungen, Fertigungszeiten, Personalressourcen, Material- und Energieverbräuchen und mehr bereitgestellt werden. Ohne eine MES-Infrastruktur mit ERP-Integration und digitaler Informationslogistik ist im Produktionsmanagement kein Zukunftsmodell denkbar.

5. Digitalisierung vor allem als ein Prozessthema verstehen

Schnell kann der Eindruck entstehen, dass sich die Digitalisierung der Produktion weitgehend auf die Einführung moderner digitaler Technologien beschränkt. Doch es geht dabei vor allem auch um die Abläufe: Wer die Verbesserungspotenziale maximal nutzen möchte, muss auch die Produktionsprozesse genau unter die Lupe nehmen. Erstens weil die Digitalisierung zwangsläufig auch Prozessänderungen zur Folge hat und zweitens weil im Zuge der Digitalisierungsprojekte gleichzeitig auch bisherige prozessuale Effizienzhürden beseitigt werden sollten.

6. Im Unternehmen für eine Bereitschaft zur Digitalisierung sorgen

Durch digitalisierte Prozesse verändert sich vieles, was schnell zu Widerständen führen kann. Deshalb hängt der tatsächlich zu erreichende Digitalisierungserfolg in der Produktion davon ab, wie die Notwendigkeiten und Perspektiven von allen relevanten Stakeholdern verstanden werden. Somit empfiehlt es sich, sie bereits in einer frühen Planungsphase adäquat einzubinden und sie als Befürworter zu gewinnen und sie zu aktiven Mitgestaltern der digitalen Ausrichtung zu machen.

 

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DAS uplifted.today-Glossar für den Beitrag:

Best Practice-Tipps für die Digitalisierung der Produktion: Tipps für eine erfolgreiche Planung und Realisierung

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Return on Investment (ROI)

Return on Investment (ROI) misst den finanziellen Nutzen, den ein Unternehmen durch die Implementierung einer Softwarelösung erzielt, im Vergleich zu den damit verbundenen Kosten. Ein positiver ROI bedeutet, dass die Software den Erwartungen entsprechend zur Steigerung der Effizienz, zur Reduzierung von Betriebskosten oder zur Umsatzsteigerung beiträgt. Unternehmen bewerten den ROI oft, um zu entscheiden, ob sich die Investition in eine Software lohnt. Faktoren wie Lizenzkosten, Implementierungszeit, Schulung der Mitarbeiter und der langfristige Nutzen spielen eine entscheidende Rolle bei der Berechnung des ROI für Unternehmenssoftware.

MES - Manufacturing Execution System

Ein Manufacturing Execution System (MES) ist eine zentrale Softwareplattform, die den Fertigungsprozess in Echtzeit überwacht, steuert und optimiert. MES bietet eine detaillierte Verfolgung der Produktionsabläufe, einschließlich Materialfluss, Maschinenzustand, Arbeitsleistung und Produktqualität. Es fungiert als Brücke zwischen der Produktionshalle und den übergeordneten Unternehmenssystemen wie ERP (Enterprise Resource Planning), um eine nahtlose Integration und Informationsfluss sicherzustellen. MES verbessert die Effizienz, reduziert Abfall und erhöht die Qualität durch die Bereitstellung von Echtzeitdaten und Analysen. Unternehmen nutzen MES, um die Produktivität zu steigern, Engpässe schnell zu identifizieren und auf Marktveränderungen agil zu reagieren, was letztlich die Wettbewerbsfähigkeit erhöht.

Digitalisierung

Digitalisierung bezieht sich auf die Umwandlung traditioneller Geschäftsprozesse und -modelle durch den Einsatz digitaler Technologien. Dies umfasst die Integration von Softwarelösungen zur Automatisierung von Arbeitsabläufen, Verbesserung der Datenverarbeitung und Optimierung der Kommunikation. Durch Digitalisierung können Unternehmen Effizienz steigern, Kosten senken und die Qualität von Produkten und Dienstleistungen verbessern. Sie ermöglicht eine datengesteuerte Entscheidungsfindung und bietet Zugang zu Echtzeitinformationen. Unternehmenssoftware wie ERP-, CRM- und SCM-Systeme spielt eine zentrale Rolle bei der Digitalisierung, indem sie Prozesse integrieren und Transparenz schaffen. Digitalisierung fördert Innovation, steigert die Wettbewerbsfähigkeit und unterstützt Unternehmen bei der Anpassung an sich wandelnde Marktanforderungen.

 
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